Eine Person zeigt auf ausgedruckte Blätter mit bunten Bildern und deutschem Text, während eine andere daneben steht. Die Blätter und Papiere liegen auf einem Glastisch ausgebreitet, was auf ein Gemeinschaftsprojekt oder eine Entwurfsbesprechung hindeutet.

vier Inside /​/​ Warum Kampagnen wirken – Part 1

Ein Motiv fällt auf – eine Kampagne löst etwas aus.

Menschen begegnen Werbung jeden Tag immer wieder und überall. Auf Instagram, auf einer Website, auf einem Plakat, in einer Anzeige, auf einer Messe, in einem Film, am POS. Wenn jeder dieser Kontakte etwas anderes erzählt, entstehen viele Werbe­bot­schaften. Was aller­dings nicht entsteht, ist ein klares Bild, wofür das Unter­nehmen mit diesem Angebot steht. Es entsteht keine Marke.

Eine gute Anzeige kann Aufmerk­samkeit gewinnen. Ein starkes Plakat kann im Kopf bleiben. Ein Social Post kann Menschen beim Scrollen zum Stoppen bewegen. Aber das ergibt noch lange keine Marke. Eine Marke entsteht durch Wieder­holung, durch Wieder­erkennung, durch eine Idee, die immer wieder auftaucht. Und zwar in unter­schied­lichen Situa­tionen, auf unter­schied­lichen Kanälen und in immer neuen Facetten.

Genau das macht eine Kampagne. Sie denkt nicht in einzelnen Werbe­mitteln, sondern in einer kommu­ni­ka­tiven Idee, die groß genug ist, um damit viele Geschichten zu erzählen. Ein Gedanke, der auf einem Plakat genauso funktio­niert, wie im Feed, im Film, auf der Website, im Vertrieb oder am POS. Dieser gemeinsame Gedanke macht aus einzelnen Kontakten ein zusam­men­hän­gendes Bild. Und so wird mit einer Kampagne aus Werbung eine Marke.

Kampagnen sind für jeden da.

Wer denkt, Kampagnen sind nur etwas für globale Marken, hat ihre Wirkung nicht verstanden. Wird eine Kommu­ni­ka­ti­onsidee als Kampagne ausge­spielt mit dem Fokus, dass alle Kampa­gnen­be­stand­teile auf denselben Gedanken einzahlen, entsteht mehr als die Summe der einzelnen Maßnahmen. Der Kontakt auf Instagram verstärkt das Plakat, das Plakat macht den Film vertrauter, der Film gibt der Website Bedeutung und die Website führt den Gedanken weiter. Die gesamte Kommu­ni­kation arbeitet mitein­ander statt neben­ein­ander.

Und diese Wirkung macht Kampagnen für mittel­stän­dische Unter­nehmen genauso inter­essant wie für Global Player. Gerade sie profi­tieren von einem klaren kommu­ni­ka­tiven Gedanken. Denn wenn Budgets begrenzt sind, sollte nicht jede Maßnahme wieder bei null anfangen. Natürlich kann ein weltweit agierendes Unter­nehmen eine Kampagne auf 20 Märkten, 10 Kanälen und mit Millio­nen­budget ausspielen. Aber das Prinzip dahinter ist dasselbe wie bei einem mittel­stän­di­schen Unter­nehmen mit 3 Kanälen und einem deutlich kleineren Budget.

Für Unter­nehmen lautet die Frage nicht:
„Können wir uns eine Kampagne leisten?“

Sie lautet:
„Können wir es uns leisten, dass jede Maßnahme wieder von vorne beginnt?“

Autor: Michael Nipp – Text/​Konzeption
Fotos:  vierdi­men­sional
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