Eine Person arbeitet an einem Laptop, auf dem Google Analytics-Daten angezeigt werden, wobei Grafiken und Statistiken auf dem Bildschirm zu sehen sind. Die Hände der Person liegen auf der Tastatur, und ein gelbes Objekt und ein Notebook sind in der Nähe.

Webanalyse im Fokus /​/​ vier Inside

Warum Klickrate und Klick­preis nicht alles ist

und wir uns auch mit dem „Danach“ beschäf­tigen sollten.

Der Erfolg einer Kampagne wird im ersten Schritt häufig daran gemessen, welche Reich­weite mit den Anzeigen generiert wird, wie viele User darauf klicken und wie viel ein Klick kostet. Aber reicht das zur Bewertung einer Kampagne aus? Was passiert eigentlich nach dem Klick auf die Anzeigen? Das schauen wir uns heute genauer an.

Ihr fragt euch, warum ihr in eurem Shop keinen Umsatz generiert oder auf eurer Karrie­re­seite keine Bewer­bungen einge­reicht werden, obwohl eure Kampagnen hervor­ra­gende KPIs liefern und eure Inhalte auf euren Social Media-Kanälen auf großes Interesse stoßen? Dann liegt es wohl nicht an den Bewer­bungs­maß­nahmen, sondern an der Stelle, an der die Conversion erzeugt werden soll und zwar eurer Website.

Webanalyse als Schlüssel zur Optimierung eurer Website

Bei Planung und Gestaltung einer Website wird viel Zeit und Mühe inves­tiert, damit diese so aussieht, wie man es sich aus Sicht des Unter­nehmens vorstellt. Doch ist ein schönes Design das Einzige, was man mit einer Website erreichen möchte? Oder sollten wir uns vielmehr fragen, wie wir den User dazu bringen, dass er auf unserer Seite genau die Handlungen ausführt, die wir gerne hätten? Frei nach dem Motto „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“.

Genau an dieser Stelle kommt die Webanalyse ins Spiel: Wir gestalten eine Seite nach allge­meinen Richt­linien, nach Studien, nach Erfah­rungs­werten und am Ende auch ein Stück weit nach Bauch­gefühl. Um jedoch heraus­zu­finden, ob die Seite auch dem User gefällt, müssen wir ihn entweder fragen, oder sein Verhalten auf der Seite analy­sieren. Da Ersteres nur mit sehr viel Aufwand umsetzbar ist, richten wir den Fokus heute auf die Webanalyse.

Was genau ist Webanalyse und wie geht man dabei vor?

Es gibt verschiedene Tools, die man zur Webanalyse benutzen kann. In ihrer Funktion sind sie aber alle gleich: Die Software wird über ein Skript im Website-Code mit der Seite verknüpft. Dadurch werden Daten zum User-Verhalten von der Website ins Analyse-Tool geleitet, die dort ausge­wertet werden können.

Vor Beginn der Webanalyse stellt sich die Frage nach dem geeig­neten Tool. Die Antwort darauf ist gleicher­maßen einfach wie unein­deutig: Es kommt darauf an. Entscheidend ist ein wichtiges Detail in der Funktio­na­lität der Tools. Aus DSGVO-Sicht dürfen User-Daten nur erfasst werden, wenn der User seine Einwil­ligung dazu gegeben hat. Die Abfrage dazu erfolgt über das Cookie-Banner. In dieser Regelung gibt es aber ein Schlupfloch, das als cookieloses Tracking bezeichnet wird.

Cookies, Consent & cookieloses Tracking – was wirklich zählt

Das cookielose Tracking ist ein Tracking-Modus, bei dem auch ohne Einwil­ligung das User-Verhalten erfasst werden kann. Ermög­licht wird das dadurch, dass auf bestimmte User-Daten verzichtet wird. Konkret sichtbar wird das insbe­sondere in der Form, dass eine Nutzer-Wieder­erkennung über mehrere Geräte und Website-Besuche hinweg dann nicht mehr möglich ist. Das hat zur Folge, dass die Attri­bution von User-Inter­ak­tionen auf der Website zu den Werbe­an­zeigen dann nur noch einge­schränkt möglich ist. Wenn ein User beispiels­weise auf einer Website einen Artikel kauft, nachdem er auf eine Google-Anzeige geklickt hat, wird der Wert des Kaufs vollständig dem Kanal Google zugeordnet. Wenn der User in den Tagen zuvor aber schon eine Anzeige zum gleichen Produkt auf Instagram, Pinterest oder TikTok gesehen hat, die sein Interesse mögli­cher­weise überhaupt erst geweckt hat, können diese Kanäle bei der Attri­bution nicht mehr berück­sichtigt werden. Das führt dazu, dass der Kanal Google für diesen einen User fälsch­li­cher­weise als überpro­por­tional wichtig für den Kauf des Artikels einge­stuft wird, wohin­gegen die anderen Kanäle leer ausgehen.

Warum sollte man dann überhaupt cookielos tracken? Das Schlüs­selwort nennt sich Daten­voll­stän­digkeit. Erfah­rungs­gemäß lehnen rund drei Viertel der User die Cookies ab und fallen ohne cookielosen Tracking-Modus aus der Analyse heraus. Entschei­dungen über Optimie­rungs­maß­nahmen trifft man dann auf einer geringen Daten­grundlage, die mögli­cher­weise nicht reprä­sen­tativ ist.

Man muss sich also entscheiden. Sind möglichst vollständige User-Profile mit besuchs- und geräte­über­grei­fender Analyse wichtig für mich oder möchte ich lieber möglichst vollständige Daten haben. Im ersten Fall eignen sich Softwares wie Google Analytics oder Adobe Analytics, da diese beiden Tools den cookielosen Modus nicht unter­stützen. Andere Tools, wie Matomo und etracker, können sowohl mit als auch ohne Cookies tracken und sind dann geeignet, wenn man möglichst vollständige Daten möchte. Als zerti­fi­zierter etracker-Partner können wir euch etracker auch aufgrund der nutzer­freund­lichen Oberfläche, des hochwer­tigen Supports und der gesicherten DSGVO-Konfor­mität mit Server­standort in Deutschland besonders empfehlen, während sich andere Tools aus Daten­schutz-Sicht mehr in einer Grauzone bewegen.

Welche Erkennt­nisse Webanalyse liefert

Zurück zur Ausgangs­frage. Was bringt das Ganze überhaupt? Je nach Use Case lassen sich diverse Frage­stel­lungen durch die Webanalyse beant­worten. Dazu zählen bspw.:

  • Wie viele User sind insgesamt auf meiner Seite?
  • Welche Unter­seiten werden am häufigsten angeschaut?
  • Wie lange halten sich die User auf welcher Seite auf?
  • Wie weit scrollen die User auf welcher Seite nach unten?
  • Auf welcher Seite verlassen die meisten User meine Seite
  • Welche Artikel in meinem Shop werden am häufigsten aufge­rufen?
  • Welche Artikel werden am häufigsten wieder aus dem Warenkorb gelöscht?
  • Aus welcher Quelle kommen die meisten User auf meine Seite?
  • Die User aus welcher Quelle erzeugen den meisten Umsatz in meinem Shop?

Wichtig ist, dass man sich klare Ziele setzt, die man mit der Website erreichen möchte und die Auswertung darauf ausrichtet. Dann kann die Webanalyse bei vielen Fragen eine wichtige Entschei­dungs­grundlage liefern: Welche Inhalte brauchen wir mehr auf unserer Seite? Wo weist unsere Seite Schwächen bei der Customer Journey auf? In welchen Marke­ting­kanal sollten wir zukünftig mehr Budget stecken, in welchen weniger? Welche Produkte können aus dem Sortiment gestrichen werden? Damit kann die Webanalyse ein absolut entschei­dender Faktor für den Marketing-Erfolg jedes Unter­nehmens sein.

Wenn du deine Website-Besucher näher kennen­lernen möchtest, dann melde dich gerne bei uns.

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